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Think Tank Tegernsee

Welches Holz lässt sich mit dem Diodenlaser schneiden?

Diodenlaser und Holz: welche Sorten bis zu welcher Stärke sauber schneiden, warum die Rückseite dunkler wird und wann der CO2-Laser die bessere Wahl ist.

Die kurze Antwort

Sperrholz bis 6 mm, MDF bis 5 mm, Massivholz bis 4 mm, Furnier ab 0,4 mm. Das sind die Werte, mit denen wir im Think Tank arbeiten — und sie gelten für einen sauberen Durchschnitt, nicht für den einen Versuch, bei dem es gerade noch geklappt hat.

Warum die Holzart mehr entscheidet als die Stärke

Ein Diodenlaser arbeitet mit blauem Licht bei 450 Nanometern. Diese Wellenlänge wird von dunklen und organischen Oberflächen gut aufgenommen — und Holz ist beides. Aber Holz ist nicht gleich Holz.

Sperrholz aus Pappel oder Birke ist der beste Fall: gleichmäßige Dichte, dünne Leimfugen, keine Überraschungen. Bis 4 mm schneiden wir in einem Durchgang, bis 6 mm in mehreren. Die Kante wird leicht angebräunt — das gehört zum Verfahren und lässt sich mit einem Schleifschwamm zurücknehmen, wenn es stört.

MDF schneidet bis etwa 5 mm ausgesprochen maßhaltig — es hat keine Maserung, also auch keine Vorzugsrichtung. Die Kante wird allerdings deutlich dunkler als bei Sperrholz, fast schwarz, und es riecht kräftig. Wir schneiden nur unbeschichtetes MDF: Was auf einer beschichteten Platte liegt, weiß man ohne Datenblatt nicht, und PVC-haltige Beschichtungen gehören in keinen Laser.

Massivholz ist der unberechenbarste Fall. Linde, Erle und Balsa gehen bis 4 mm gut; sobald ein Astloch oder eine harzreiche Stelle im Schnittweg liegt, wird die Tiefe ungleich. Bei einem Einzelstück ist das gutmütig — bei einer Serie planen wir einen zweiten Durchgang ein.

Furnier zwischen 0,4 und 2 mm gibt die feinsten Ergebnisse. Wer Intarsien oder filigrane Ornamente will, ist hier richtig.

Warum die Rückseite dunkler wird

Der Strahl trifft von oben auf und wird nach unten hin breiter, während er Material abträgt. Am Austritt hat er länger Zeit, das Holz zu bräunen. Das heißt in der Praxis: Legen Sie die Seite nach oben, die man später sieht. Sagen Sie uns das einfach dazu — wir richten das Werkstück entsprechend aus.

Wann der CO2-Laser die bessere Wahl ist

Sobald es dicker als 6 mm werden soll, sobald die Kante besonders sauber sein muss oder sobald große Flächen gleichmäßig graviert werden sollen. Der CO2-Laser schneidet Sperrholz bis 8 mm mit senkrechterer Kante und arbeitet schneller. Beide Geräte stehen bei uns — wir wählen das passende, Sie müssen sich nicht entscheiden.

Was Sie mitbringen sollten

  • Eine SVG- oder DXF-Datei, 1:1 in Millimeter, Schnittlinien als Haarlinie in Rot
  • Die Materialangabe — oder ein Reststück für einen Schnittversuch
  • Die gewünschte Stückzahl, weil sich daraus die Anordnung auf der Platte ergibt

Alles Weitere zu Materialien, Grenzen und Datei-Anforderungen steht auf der Seite Laserschnitt.