Der erste Auftrag bei einer Werkstatt ist immer der unangenehmste: Man weiß nicht, was man mitschicken muss, nicht, was es kostet, und nicht, wie lange es dauert. Deshalb hier der ganze Weg, offen aufgeschrieben.
Schritt 1 — Anfrage mit Datei
Sie schicken uns die Datei, die Stückzahl und einen Satz zum Zweck. Der Zweck ist wichtiger, als er klingt: Ob ein Teil draußen hängt, warm wird oder belastet ist, entscheidet über das Material — und damit über Preis und Haltbarkeit.
Schritt 2 — Rückmeldung von uns
Wir sehen uns die Datei an und melden uns in der Regel am selben oder am nächsten Werktag. In dieser Rückmeldung steht entweder ein Angebot oder eine konkrete Frage. Eine Frage ist kein schlechtes Zeichen — sie ist billiger als ein falsch gefertigtes Teil.
Schritt 3 — Freigabe
Sie bestätigen Material, Menge, Preis und Termin. Ab hier ist der Auftrag verbindlich. Das ist die Stelle, an der die meiste Zeit verloren geht: Ein Auftrag, der drei Tage auf eine Freigabe wartet, wird drei Tage später fertig.
Schritt 4 — Fertigung
Jetzt läuft die Maschine. Je nach Verfahren dauert das Stunden (Druck, Gravur) oder Tage (größere Stückzahlen, Stickerei mit Digitalisierung). Bei mehrstufigen Aufträgen — erst schneiden, dann gravieren, dann bohren — kommt Rüstzeit dazu.
Schritt 5 — Kontrolle und Übergabe
Jedes Stück wird angesehen, bevor es rausgeht. Dann entweder Abholung in Rottach-Egern oder Versand. Empfindliche Teile verpacken wir entsprechend; das steht im Angebot.
Die zwei Stellen, an denen es üblicherweise hakt
- Die unvollständige Datei. Kein Maß, keine Einheit, offene Flächen, Schnitt- und Gravurlinien nicht getrennt. Fünf Minuten Vorbereitung sparen hier regelmäßig einen ganzen Tag.
- Die ausstehende Freigabe. Wir fangen ohne sie nicht an — das schützt beide Seiten. Wer es eilig hat, sollte die Rückmeldung im Blick behalten.
Und wenn etwas nicht passt?
Dann reden wir darüber. Unterscheidbar sind zwei Fälle: Lag es an der Fertigung, machen wir es neu. Lag es an der Datei, finden wir gemeinsam eine Lösung — meistens ist sie günstiger, als beide Seiten befürchten.
