Eine Fotogravur auf Schiefer ist eines der dankbarsten Ergebnisse, die ein Laser liefert: helles Motiv auf dunklem Stein, hoher Kontrast, dauerhaft. Sie ist aber auch das Verfahren, bei dem am meisten von der Vorlage abhängt — und am wenigsten von der Maschine.
Der Laser kann kein Grau
Das ist der Kern. Der Laserkopf kann an einer Stelle abtragen oder nicht abtragen — dazwischen gibt es nichts. Ein Grauwert entsteht deshalb genauso wie im Zeitungsdruck: durch ein Halbtonraster. Viele Punkte dicht beieinander wirken dunkel, wenige weit auseinander wirken hell.
Daraus folgt alles Weitere. Ein Motiv mit kräftigem Kontrast übersetzt sich gut, weil die Punktdichte deutlich variiert. Ein flaues Bild, in dem alles ein mittleres Grau ist, ergibt eine gleichmäßig graue Fläche — technisch korrekt und völlig ausdruckslos.
Was eine gute Vorlage ausmacht
- Auflösung: mindestens 300 dpi in der Endgröße. Ein Bild mit 1200 × 900 Pixel reicht für etwa 10 × 7,5 cm — nicht für eine A4-Platte.
- Kontrast: deutliche Unterschiede zwischen hell und dunkel. Im Zweifel vorher die Tonwertkorrektur aufziehen.
- Motiv: ein Gesicht, ein Tier, ein Gebäude — etwas mit klarer Form. Gruppenbilder mit zwölf Personen verlieren jede Person.
- Hintergrund: ruhig. Ein unscharfer, dunkler Hintergrund hebt das Motiv; ein bunter Wohnzimmerhintergrund konkurriert damit.
- Schärfe: das Original, nicht die Messenger-Fassung davon. Ein komprimiertes Bild bringt Artefakte mit, die das Raster sichtbar macht.
Welche Materialien am besten wirken
Schiefer ist der Favorit: Die gravierte Fläche wird hell, der ungravierte Stein bleibt fast schwarz — der größtmögliche Kontrast, dazu eine Oberfläche, die jedem Motiv Charakter gibt.
Eloxiertes Aluminium liefert das technisch sauberste Ergebnis: feinstes Raster, keine Materialstruktur, die dazwischenfunkt. Ideal für Porträts, die präzise wirken sollen.
Helles Holz — Ahorn, Birke, Pappelsperrholz — ist der wärmste Look. Die Maserung mischt sich ins Bild; bei ruhigem Holz ist das schön, bei starker Maserung stört es.
Weniger geeignet: dunkles Massivholz (zu wenig Kontrast), Acryl (die Gravur wird weiß, das kann gut aussehen, verzeiht aber keine Fehler) und alles stark Gemaserte oder Poröse.
Wie wir arbeiten
Wir bereiten das Bild auf — Zuschnitt, Tonwerte, Rasterverfahren — und zeigen Ihnen vorab eine Vorschau, wie das Raster aussehen wird. Erst danach geht Material in die Maschine. Bei einem Geschenk mit Termin ist das der Schritt, der Ärger erspart.
Alles zu Materialien und Datei-Anforderungen steht auf der Seite Lasergravur.
