Ein 3D-Drucker macht aus einer Datei ein Teil. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: Er macht aus einer schlechten Datei auch ein schlechtes Teil — und das ist der häufigste Grund, warum ein Auftrag nicht so aussieht wie erwartet.
Was bei uns steht
In der Werkstatt läuft ein Bambu Lab H2S mit Materialzuführung. Praktisch heißt das: großer Bauraum, hohe Geschwindigkeit, und mehrere Materialien oder Farben in einem Druck, ohne dass jemand dazwischen die Rolle wechseln muss. Für Kleinserien ist das der Unterschied zwischen „über Nacht fertig“ und „drei Tage mit Handgriffen“.
Was gut funktioniert
- Funktionsteile — Halterungen, Gehäuse, Adapter, Ersatzteile, die es nicht mehr zu kaufen gibt.
- Prototypen — mehrere Varianten eines Teils, um die richtige auszuwählen, bevor Werkzeugkosten entstehen.
- Kleinserien — zehn bis einige hundert Stück, wo sich eine Spritzgussform nicht rechnet.
Was nicht funktioniert
Auch das gehört dazu, und wir sagen es lieber vorher als nachher:
- Dauerhaft hohe Temperaturen. Ein Standard-Druckteil im Auto hinter der Windschutzscheibe im Sommer wird weich. Dafür braucht es ein anderes Material — und ein Gespräch vorher.
- Perfekte Sichtflächen. Ein gedrucktes Teil hat Schichten. Man sieht sie. Mit Nacharbeit lässt sich das verbessern, kostenlos ist es nicht.
- Sehr enge Toleranzen. Wer ein Kugellager im Presssitz braucht, sollte die Passung mit uns durchsprechen, bevor der Druck läuft.
Die drei häufigsten Gründe, warum ein Druck misslingt
- Überhänge ohne Plan. Alles, was steiler als etwa 45 Grad übersteht, braucht Stützmaterial — und Stützmaterial hinterlässt Spuren. Wer schon beim Konstruieren daran denkt, spart Nacharbeit.
- Zu dünne Wände. Unter etwa einem Millimeter wird es fragil. Im Bildschirm sieht die Wand solide aus, in der Hand bricht sie.
- Falsche oder fehlende Maßeinheit. Eine Datei ohne Einheit ist eine Einladung zum Missverständnis. Wir fragen dann nach — das kostet einen Tag.
Was wir von einer Anfrage brauchen
Eine Datei im Format STL, 3MF oder STEP, die gewünschte Stückzahl, den Einsatzzweck in einem Satz (drinnen, draußen, warm, belastet?) und den Termin. Alles Weitere klären wir — meistens in einer Nachricht.
Der Rest ist unsere Aufgabe.
